SN: Die Rechnung für eine vollkostendeckende Milchproduktion geht nicht auf

(Leipzig/Sachsen). Auf der agra Anfang Mai in Leipzig tauschten sich Milchviehhalter am Stand des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter e.V. untereinander aus und kamen zu dem Schluss, dass die Milchkrise noch lange nicht vorbei sei.

Vertreter des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt waren sich mit dem BDM-Landesteamleiter Peter Schuchmann darin einig, dass die Verbände nicht mehr diskutieren sollten, sondern gemeinsam Positionen erarbeiten und Instrumente zur Krisenvermeidung etablieren. Eine Gelegenheit für ein konstruktives Miteinander bietet das Verbändegespräch am Seddiner See Ende Mai, bei denen die Branchenverbände rund um die Milch mit einem Ergebnis herausgehen wollen.
Auch wenn die Molkereien inzwischen knapp über der 30 Cent-Marke pro kg Milch auszahlen, geht die Rechnung für eine vollkostendeckende Milchproduktion noch nicht auf. Es wird noch Jahre dauern, um überhaupt die Verluste seit 2015 auszugleichen. „Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die Umsetzung eines effizienten Krisenmanagements für den EU- Milchmarkt weiter voranzutreiben“, betonte Schuchmann auf der agra.
Darüber hinaus nutzten viele Verbraucher die Gelegenheit und besuchten den BDM-Stand auf der bedeutenden Landwirtschaftsausstellung Mitteldeutschlands.

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