Milchbäuerinnen und Milchbauern besprechen die wirtschaftliche Lage mit der Politik

Die aktuelle Milchmarktkrise und die Möglichkeit der vertraglichen Absicherung waren zwei der vielen Themen, bei einer Begegnung des Bundestagsabgeordneten Christoph Frauenpreiß (CDU) mit dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V.

„Wir freuen uns, dass Christoph Frauenpreiß die Einladung zum Austausch mit vier Höfen aus seinem Wahlkreis Cuxhaven/Stade angenommen hat,“ sagt Christina Köster aus dem Landesteam Niedersachsen des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter e.V. Auf ihrem Hof traf der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete auf zwei Betriebsleiter und drei Hofnachfolger.

Christoph Frauenpreiß, Mitglied im Agrarausschuss des Bundestages und Berichterstatter für das Thema Milch in der CDU/CSU-Fraktion berichtete umfangreich über seine Arbeit: „Wir haben zuletzt beim Thema Wolf gute Voraussetzungen für die Höfe geschaffen, bei vielen Themen kommt es darauf an, dass die Bundesländer schnell umsetzen.“ Der langjährige Agrarberater kennt die Praxis der Höfe aus seiner früheren beruflichen Arbeit: „Bei den Themen Unternehmensnachfolge und Entbürokratisierung hat das Gespräch genau die Sorgen der Höfe herausgestellt, an denen wir in der Politik gerade erfolgreich arbeiten.“

Der Abgeordnete versteht aber auch die aktuellen Sorgen der Betriebe beim Preisverfall auf dem Milchmarkt: „Unser Gespräch haben wir im vergangenen Jahr im November verabredet. Damals stand die Milchpreiskrise noch am Anfang. Jetzt sehen wir die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Höfe, denen es schwerfällt, notwendige Investitionen zu finanzieren,“ so BDM-Vorstandssprecher Hans Foldenauer. „Wir brauchen jetzt auf europäischer Ebene den Freiwilligen Lieferverzicht gegen Entschädigung. Hier muss Deutschland mit Italien, Belgien und anderen Ländern für die Milchbauern agieren.“

„Wir sind uns einig, dass wir die große Zahl unterschiedlicher Milchviehbetriebe erhalten wollen,“ erklärt Christoph Frauenpreiß: „Jeder landwirtschaftliche Betriebe vergibt Aufträge und erhält Arbeitsplätze im Handwerk bei sich vor Ort. Auch wenn wir uns heute nicht bei allen Forderungen einig sind: Milchbäuerinnen und Milchbauern werden von der Politik gehört und wir machen Politik für sie.“

„Wer Milchviehbetriebe erhalten will, muss auch ihre Stellung am Markt stärken, dazu bedarf es eines Gesamtpaket: Neben den zur schnelleren Krisenbewältigung schon genannten Sofortmaßnahmen braucht es eine Weiterentwicklung des EU-Sicherheitsnetzes hin zu Instrumenten, die unabhängig von individuellen Markteinschätzungen realitätsnahe Marktprognosen liefern sowie die Schaffung von Marktrahmenbedingungen, die der Landwirtschaft unabhängig von der Verarbeitungsebene umsetzbare Marktmanagementinstrumente ermöglicht“, fordert Hans Foldenauer, Vorstandssprecher des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter.

V.l.n.r.:  Hanke Woltmann, Christoph Frauenpreiß, Christina Köster, Maike Müller, Annalena Hagenah, Thomas Kuchenbecker, Hans Foldenauer