BY: BDM-Team Bayern zu Gast beim CSU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Kreuzer

Im Bayerischen Landtag stand für die beiden BDM-Landesvorsitzenden Manfred Gilch und Hans Leis ein weiterer Gesprächstermin in ihrem Terminkalender. Mit dem Vorsitzenden der CSU-Landtagsfraktion, Thomas Kreuzer, stand ein aus der Landwirtschaft abstammender Landtagsabgeordneter sozusagen Rede und Antwort auf die vielfältigen anstehenden Problemstellungen in der Weiterentwicklung der Agrarmarktpolitik wie auch zu den Themen Novellierung der Düngeverordnung, weitere Entwicklung beim Volksbegehren Artenvielfalt sowie Klimaschutz (CO2-Steuer).

BDM-Team Bayern zu Gast beim CSU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Kreuzer

Erweitert wurde der Gesprächskreis durch MdL Martin Schöffel, stellvertretender Vorsitzender des Agrarausschusses im Bayerischen Landtag und Sprecher des CSU-Arbeitskreises Landwirtschaft, Tanja Schorer-Dremel, ebenfalls Mitglied im Agrarausschuss sowie Anton Feil, Leiter des Fachreferats LW in der CSU-Fraktion.

Im Zentrum der Diskussionen standen die zu schaffenden politischen Rahmenbedingungen für den Milchmarkt, insbesondere der notwendige Ausbau des Sicherheitsnetzes  um zeitlich befristete Mengenbegrenzungsmaßnahmen wird von den Gesprächsteilnehmern vollumfänglich unterstützt  Bezüglich der BDM-Sektorstrategie 2030 wurde vor allem über die in Schritt zwei für notwendig erachtete Schaffung einer Branchenorganisation Milcherzeugung (BOM) gesprochen. Auch hier bestand Übereinstimmung, dass Bayern in Brüssel für diese Möglichkeit der eigenständigen BOM vorstellig werden sollte. Im Gleichklang mit der BDM-Delegation wurde betont, dass zukünftig mehr Wettbewerb um die Milch und eine deutliche höhere Wertschöpfung aus dem Verkauf der landwirtschaftlichen Produkte angestrebt werden muss. Bedauert wurde, dass es in der Landwirtschaft oft keinen Rückhalt für notwendige Veränderungen gäbe.

Ein großes Problemfeld sieht  der Fraktionsvorsitzende Thomas Kreuzer mit der von Deutschland schon zugesagten Reduktion der Klimagasse auf die Landwirtschaft zukommen. Das könne im Ernstfall eine Reduktion der Tierbestände auch für die Bayerische Landwirtschaft bedeuten. BDM-Sprecher Hans Foldenauer regte an, sich mit der bisherigen politischen Strategie, immer noch weiter auf zunehmende Futtermittelimporte zu fokussieren, auseinander zu setzen.

Weiteres Thema war die schon wieder anstehende Novellierung der Düngeverordnung und in diesem Zusammenhang die geforderte Zulassung des Möscha-Verteilers über 2025 hinaus als anerkannte Technik. Die BDM-Gesprächspartner sicherten  unabhängige wissenschaftliche Auswertungen der jeweiligen Ausbringtechniken zu, baten jedoch um Geduld, da dazu mindestens zwei bis drei Jahre Zeit benötigt wird.

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