Sengl für Ausgleich von Einschränkungen durch Schutz von Gewässerrandstreifen

Zu einem virtuellen Meinungsaustausch lud die agrarpolitische Sprecherin der bayerischen Grünen, Gisela Sengl, die beiden BDM-Landesvorsitzende Manfred Gilch und Hans Leis.

Ein zentraler Punkt des Gesprächs war die, von Manfred Gilch vorgetragene Forderung nach einer Kompensation des durch den Schutz der Gewässerrandstreifen verlorenen Ackerstatus. Die für die Gewässerrandstreifen vorhandenen Entschädigungsmaßnahmen in Höhe von 500 €/ha reiche nicht aus, wenn Grünland betroffen sei, müsse eine gleich große Fläche auf dem Betrieb den Ackerstatus erhalten, um so finanzielle (Buch-)Verluste ausgleichen zu können. Gisela Sengl unterstützte diesen Vorschlag, solange dieser Ausgleich innerhalb des gleichen Betriebes stattfinden würde.

Auch beim leidigen Thema BVD-Beprobung konnte Konsens erzielt werden. Die seit circa 10 Jahren bestehende Ohrstanzpflicht sei aufgrund des guten BVD-Bekämpfungszustandes und der damit verbundenen Kosten nicht mehr nötig und solle durch andere Verfahren wie beispielsweise der Beprobung von Tankmilch ersetzt werden, so Hans Leis. Sengl versprach, sich diesem Thema zu widmen und im Agrarausschuss mit einem Berichtsantrag an die Staatsregierung heranzutreten.

In Bezug auf das Thema Anbindehaltung stellte Sengl den Antrag der grünen Landtagsfraktion vor, der für kleine Betriebe eine 70%ige Förderung bei Umstellung auf einen Laufstall vorsieht. Gilch und Leis forderten hier, dass kein Betrieb zurückgelassen werde und es möglichst lange Übergangsfristen vor einem Verbot von bisherigen Haltungsformen geben müsse.

Gegen Ende des Gesprächs verwies Hans Leis auf aktuell laufende Untersuchungen zur Ammoniakbindung durch Pflanzenkohle bereits im Stall. Er plädierte in diesem Zusammenhang auf ein Mehr an Forschung, um eventuell die, ab dem Jahre 2025 nötig werdenden Investitionen in neue, bodennahe Ausbringtechnik umgehen zu können.

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