Journalistenpreis „Faire Milch“: Medienschaffende beim BDM-Symposium ausgezeichnet

Bereits zum neunten Mal wurde der Journalistenpreis „Faire Milch“ des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. am 21. Januar 2023 im Rahmen des BDM-Symposiums auf der Grünen Woche vergeben. Die Würdigung herausragender journalistischer Arbeiten hat sich zu einer festen Größe entwickelt und stellt damit regelmäßig einen Höhepunkt der Veranstaltung dar.

„Wir freuen uns sehr über die vielen guten Beiträge, die uns nach unserer Ausschreibung zugegangen sind – zeigt es doch die Bedeutung des Themas Milch in der Gesellschaft“, bedankte sich BDM-Vorsitzender Stefan Mann bei der Preisverleihung in Berlin.

In vier Kategorien wurden Auszeichnungen vergeben: Print, Radio, TV und Nachwuchs. Die Preisträger stachen mit einer umfassenden und kompetenten Recherche heraus und schafften es in ihren Beiträgen komplexe Zusammenhänge der Milchwirtschaft bzw. Landwirtschaft auch für Fachfremde verständlich zu beleuchten.

Im Bereich Print überzeugte Alexandra Schöne mit einer Serie aus 15 Artikeln, die im Oberbayerischen Volksblatt aus Rosenheim über einen Zeitraum von fünf Monaten erschienen sind. In ihrer Landwirtschaftsserie stellt sie die Veränderungen der letzten 30 Jahre in allen Bereichen dar, hinterfragt kritisch Zusammenhänge und nähert sich so eindrucksvoll dem Thema.

 

Den Nachwuchspreis erhielt Madeleine Londene für ihre Reportage „Landleiden“, der in der „Zeit“ erschienen ist. Ein halbes Jahr recherchierte sie dafür zu sozialen Missständen in der Landwirtschaft und psychischen Problemen bei Milchbauern. „Madeleine Londene hat nicht wegeschaut – sie hat hingeschaut. Sie hat für Sichtbarkeit gesorgt für die Probleme, von denen keiner was wissen möchte. Das hat uns alle beeindruckt und wir sind ihr dafür sehr dankbar“, betonte Michael Braun, Geschäftsführer von „Die faire Milch“ während der feierlichen Ehrung.

Ein komplexes Thema kindgerecht aufzuarbeiten, setzten sich Janina Böhm und Anne Buchholz als Ziel. Sie überzeugten die Jury in der Kategorie Radio mit ihrer Folge „Bauern wollen mehr Geld für ihre Milch – Wieviel Arbeit steckt in einem Liter Milch“ aus der Sendung „Frag mich! Die Nachrichten und ich!“ von radioMikro auf Bayern 2. Zusammen mit dem Kind Anna, das mit ihren Eltern auf einem Milchviehbetrieb lebt, beleuchten sie die Arbeit auf einem Hof und stellen die komplexen Zusammenhänge der Milchwirtschaft dar.

Eine Hommage an die Milch und die durch sie gewonnenen Erzeugnisse schafft die TV-Sendung „Schmidt Max und die Heimat der Milch“. Die Sendung aus der Reihe „Freizeit“ des Bayerischen Rundfunks ist ein Gemeinschaftsprojekt des Moderators „Schmidt Max“, des Drehbuchautors und Redakteurs Herbert Stiglmaier sowie des Regisseurs André Görschel (im Bild). Für die Reise rund um die Milch, in der dem Produkt so viel Wertschätzung entgegengebracht wird, erhielten sie den Journalistenpreis „Faire Milch“ in der Kategorie Fernsehen.

BDM-Vorsitzender Stefan Mann freute sich, auf der Bühne auch zwei der drei Preisträgerinnen aus dem Jahr 2021 begrüßen zu dürfen, deren Ehrung coronabedingt in einem weniger formellen Rahmen hatte stattfinden müssen: Stefanie Dullweber, die im Bereich Print für ihren Beitrag „Stallgeruch“ in der Mindener Zeitung ausgezeichnet worden war und Kirsten Gierse-Westermeier, deren Beitrag „Muttergebundene Kälberaufzucht als Zukunftsmodell?“ – erschienen in top agrar – in der Kategorie Fachmedien prämiert worden war.

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