Journalistenpreis des BDM zeichnet herausragende journalistische Arbeiten aus

(Berlin) Bereits zum siebten Mal wurde der Journalistenpreis des Bundesverbands der Deutschen Milchviehhalter e.V. im Rahmen des BDM-Symposiums auf der Grünen Woche vergeben und stellt damit nicht nur eine feste Größe, sondern regelmäßig auch einen Höhepunkt der Veranstaltung dar.

Das Jahr 2019 bescherte den Landwirtinnen und Landwirten medial sehr viel Aufmerksamkeit. Klimawandel, Insektensterben, Dürresommer, Tierwohl, Bauernproteste – all das ging deutschlandweit durch die Medien und wurde kontrovers diskutiert.

Die Jury des diesjährigen Journalistenpreises stand vor der großen Herausforderung, genau die Berichte auszuwählen und zu prämieren, die dabei nicht der Verlockung der Polarisierung erlegen sind, sondern sich fair und ausgewogen des Themas „Milch“ angenommen haben.

Der mit 5.000 Euro dotierte Journalistenpreis wurde in diesem Jahr in vier Kategorien verliehen.

Die diesjährige Gewinnerin in der Kategorie Print ist Stephanie Sartor, die in ihrem Artikel „Aus dem Leben einer Kuh“ in der „Augsburger Allgemeine“ den ganz normalen Alltag einer typischen Milchkuh und des dazugehörigen Landwirts dargestellt hat. Der Artikel ist sehr sachlich und informativ geschrieben und stellt die Situation der meisten Milchbäuerinnen und Milchbauern authentisch dar.

 

Der Nachwuchspreis geht an Lea Zurborg (rechts) und Lisa Kuner (links) von der katholischen Journalistenschule in München. Unter dem Titel „Vier Roboter für ein Rind“ berichteten sie über einen Landwirt, der seinen Stall komplett umbaute und 130.000 Euro in eine digitale und automatisierte Ausstattung investierte. Wie sich das trotz des gefühlten Unbehagens des Lesers zum Vorteil für den Landwirt und die Tiere auswirkte und wie schwierig es ist, menschliche Arbeitskräfte für die Landwirtschaft zu begeistern, wurde durch ihren Bericht sehr deutlich.

Im Bereich Digitales geht der Preis nach Schleswig-Holstein, wo sich fünf Autorinnen und Autoren der „Kieler Nachrichten“ unter dem gemeinsamen Titel „Umbruch auf dem Acker – Wie Landwirte in Schleswig-Holstein neue Wege gehen“ mit unterschiedlichen Projekten für eine regionale, artgerechte und umweltschonende Landwirtschaft beschäftigt haben, darunter eine Blühwiese in Gemeinschaftspacht, eine Direktvermarktung für Schweinefleisch und eine solidarische Landwirtschaft. Laura Treffenfeld, Christin Jahns, Gunnar Müller, Sebastian Ernst, und Jördis Merle Früchtenicht (v.l.n.r.) ist es gelungen, nicht nur der Jury Lust zu machen, sich mit diesen Projekten zu beschäftigen und dort einzukaufen.

Das Regionalmagazin „butenunbinnen“ des Bremer Rundfunks hat der Milch gleich eine ganze Wochenserie gewidmet. Sechs Fernsehberichte und dazu zahlreiche Interviews und Hintergrundinformationen haben dabei unter anderem deutlich gemacht, wie wenig Entscheidungsspielraum und Handlungsmöglichkeiten die Landwirtinnen und Landwirte eigentlich haben und welche Folgen der Preisdruck durch Handel und Molkereien für sie hat. Ausgezeichnet wurde der Beitrag „Was macht die Milch?“ von Maike Albrecht (r.) und Anna-Lena Borchert (l.) als bester TV-Bericht.

 

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